iveo 2.0 ist da: die Plattform, komplett neu gebaut

Heute schalten wir iveo 2.0 für alle frei.

Es ist eine Neuentwicklung. Neue Architektur, neue Datenbank, neue Oberfläche, neues Hosting. Die alte Plattform ist abgeschaltet. Wer sich jetzt unter app.my-iveo.de anmeldet, landet in 2.0, mit den gleichen Zugangsdaten wie bisher.

Was folgt, ist die komplette Liste. Neun Kapitel, sortiert nach Bereichen. Wenn du wenig Zeit hast, lies die ersten drei.

1. Echtzeit und Fundament

Das meiste ist live. Wenn eine Kollegin einen Programmpunkt verschiebt, siehst du ihn wandern. Wenn jemand eine Sprecherin veröffentlicht, ändert sich der Status bei dir, ohne dass du irgendetwas tust. Das gilt für Programm, Personen, Organisationen, Kalender und Veröffentlichungsstatus. Ein Avatar-Stapel oben im Event zeigt dir, wer gerade mitarbeitet.

Darunter liegt das Fundament. Hosting, Datenbank, Login, Echtzeit-Sync und Dateiablage laufen in Frankfurt. Transaktionale Mails gehen über einen Tenant mit Datenregion Europa, die KI-Inferenz ebenfalls über Frankfurt. Der einzige Baustein außerhalb der EU ist der CDN-Cache für statische Assets. Datenbankinhalte liegen dort nie.

Rechte gelten zweimal. Einmal in der Oberfläche, einmal in der Datenbankzeile selbst. Eine Rolle bekommt keine Daten zu sehen, für die sie nicht berechtigt ist, egal über welchen Weg sie fragt. Die Defaults kannst du global und pro Event überschreiben.

Außerdem neu im Fundament:

  • ⌘K öffnet überall eine Befehlspalette. Sie durchsucht Programmpunkte, Personen und Organisationen, immer nur im Rahmen deiner Rechte.
  • Archivieren statt löschen. Programmpunkte, Personen, Bühnen, Organisationen, Gäst:innen und Serien landen im Archiv, von dort holst du sie zurück. Archiviertes verschwindet automatisch von der öffentlichen Website.
  • Ein Nachrichtencenter für Direktnachrichten im Team. Schreibst du dem iveo Team, wird daraus automatisch ein Support-Ticket.
  • Der KI-Assistent sitzt als Tab im selben Fenster. Er legt Events, Bühnen, Programmpunkte, Personen und Organisationen an, importiert Dateien, recherchiert und räumt Duplikate auf. Er handelt unter deiner Identität und mit deinen Rechten, nie darüber hinaus.

2. Programm und Einreichungen

Das Programm war immer das Herz von iveo. In 2.0 ist es ein Kalender, den du direkt anfasst.

Du legst Bühnen und Programmpunkte an und ziehst sie in der Tages-, Wochen- oder Bühnenansicht an ihren Platz. Länge ändern: am Rand ziehen. Falsch gelandet: rückgängig. Blocker wie Mittagspause, Pressetermin oder gesperrte Zeit sind reine Kalenderobjekte, und jeden Eintrag kannst du sperren, damit ihn niemand versehentlich verschiebt. An Form und Farbe erkennst du sofort, ob eine Kachel ein Programmpunkt, eine Einreichung oder ein Blocker ist.

Die Detailseite eines Programmpunkts besteht aus Karten: Kopf, Zeit und Ort, Beschreibung, Klassifikation. Dazu kommen Personen und Organisationen mit Rolle, Teilnahmeart und Redezeit, Sprachverdolmetschung, Agenda-Punkte mit Tools und Material, Videos. Programmtypen, Formate, Tags und Ressorts definierst du pro Event.

Der Call for Papers ist komplett neu. Einreichende bekommen einen öffentlichen, mehrstufigen Assistenten mit deinen Infotexten pro Schritt. Du entscheidest pro Feld, ob es sichtbar oder Pflicht ist, ergänzt eigene Zusatzfelder und wählst zwischen eigenem und geerbtem Branding. Die Deadline endet zum Tagesende in der Event-Zeitzone. Nach dem Absenden bestätigen Einreichende ihre Adresse per Double-Opt-in und erhalten einen Bearbeitungslink, mit dem sie ihren Vorschlag selbst aktualisieren.

Auf deiner Seite wartet die Review-Queue. Tabelle, Liste oder Galerie, du entscheidest. Die Spalten stellst du dir selbst zusammen, aus 24 festen Feldern plus einem pro Zusatzfeld, änderst Breite und Reihenfolge und speicherst benannte Ansichten, die dich auf jedes Gerät begleiten. Status, Kategorie und Notizen änderst du direkt in der Zeile. Drei KPI-Kacheln und ein vollständiger CSV-Export gehören dazu.

Zwei Abkürzungen: Einreichungen lassen sich über eine Verfügbarkeits-Heatmap automatisch auf freie Slots verteilen, und aus einer Einreichung wird mit einem Klick ein Programmpunkt mit vorausgefüllten Feldern. Ein Blocker lässt sich genauso in einen Programmpunkt umwandeln oder auf den nächsten Tag duplizieren.

Wer jedes Jahr dieselbe Konferenz produziert, klont die Serie für die nächste Ausgabe. Unter-Events hängen an einem globalen Dach-Event und erben dessen Termine.

3. Personen und Organisationen

Pro Event gibt es ein Personenverzeichnis mit Anrede, Name, Titel, formatierter Bio, Sprachen und Fotoupload. Formate und Größen prüft iveo beim Hochladen. Du wechselst zwischen Listen-, Tabellen- und Galerieansicht, suchst, sortierst, blendest Archiviertes ein und siehst pro Person, ob sie veröffentlicht ist. Auf ihrer Seite stehen alle Programmzuordnungen mit Datum, Titel, Rolle und Teilnahmeart.

Organisationen ordnest du pro Event als Host, Co-Host, Sponsor oder Partner zu. Jede lässt sich einzeln anlegen, bearbeiten, archivieren, wiederherstellen und veröffentlichen. Die Stammdaten einer Organisation sind global, deshalb sieht der Sponsor auf allen deinen Events gleich aus.

Duplikate erkennt iveo bei Personen und Organisationen selbst. Du wählst den Datensatz, der bleibt. Alle Verknüpfungen wandern mit, die anderen Datensätze gehen ins Archiv.

4. Gäst:innen und Registrierung

Das Gästemodul schaltest du pro Event ein. Solange es aus ist, existiert die Gästeliste für dein Team schlicht nicht.

Eingeschaltet, bekommst du eine Liste mit Teilnahmeart vor Ort, virtuell oder hybrid, RSVP-Status, Quelle, Notizen und optionaler Verknüpfung zu einer Sprecher:in. Darüber liegen KPI-Kacheln: Gesamtzahl, vor Ort gegen virtuell, RSVP-Stand, Kapazität. Einladungen verschickst du pro Zeile per E-Mail. Oder du erzeugst einen eigenständigen Einladungslink und teilst ihn, wo du willst.

Das öffentliche Anmeldeformular braucht keinen Login. Bot-Schutz und Rate-Limit sind eingebaut. Du konfigurierst Double-Opt-in, Kapazitätsgrenze, Anmeldeschluss, Einwilligungstext, Mailsprache und Zusatzfelder wie Ernährung, Ankunftsfenster, Funktion und Begleitung. Über einen Magic-Link verwalten oder stornieren Gäst:innen ihre Anmeldung selbst.

Ein Detail, das uns wichtig war: Bestätigungsmails und CSV-Exporte nennen die Event-Zeitzone als Stadt plus Offset, etwa „14.11.2026, 20:00 (Tokyo, GMT+9)“. Weicht die Browser-Zeitzone ab, zeigt das Formular zusätzlich die eigene Zeit.

Die DSGVO-Löschung einzelner Gäst:innen ist absichtlich eine eigene Handlung an einem eigenen Ort: Sie läuft über das Archiv, nicht über das umkehrbare Archivieren in der Liste.

5. Event-Website und Veröffentlichung

Die öffentliche Event-Website liest aus einem eigenen, veröffentlichten Datenbestand. Nichts erscheint, bevor du es veröffentlichst. Was du zurückziehst, ist sofort weg.

Das Branding umfasst eine eigene Schriftfamilie per Font-Upload, eine Farbpalette mit sechs Werten inklusive Kartentransparenz, Ecklogo, Hauptlogo, Hero-Video und eine wiederverwendbare Asset-Bibliothek. Der Hero-Hintergrund ist Mesh, Fläche, Verlauf oder Bild mit einstellbarer Überlagerung, das Theme hell, dunkel oder automatisch.

Der Website-Editor zeigt die Live-Vorschau neben den Einstellungen, mit Desktop- und Mobil-Umschalter und dem echten Seitenlayout für jede Seite. Drei Templates stehen bereit: Classic, Conference und Custom. Die Custom-Startseite ist eine sortierbare Blockliste aus Countdown, Trailer, Kennzahlen, Themen im Fokus und Sprecher:innen im Fokus. Jeder Block blendet sich selbst aus, solange seine Daten fehlen. Die Partnerlogo-Leiste gibt es in jedem Template.

Du kannst ganze Bereiche ausblenden: Programm, Sprecher:innen, Partner, Über uns. Sie verschwinden aus Navigation, Footer, Sitemap und Hero-Buttons, ihre URLs leiten auf die Startseite um. So gehst du Wochen vor dem fertigen Programm mit der Website live.

Die öffentlichen Seiten im Überblick: Start, Programm als Liste, Karten, Kalender und Timeline mit Filtern nach Bühne, Thema, Programmtyp und Format, Programmdetail, Sprecher:innen-Galerie und Profile, Organisationen nach Rolle, persönliche Favoriten, Über uns, Impressum, Suche und eigene CMS-Seiten. Das Programm gibt es auch als iCal-Feed zum Abonnieren.

Die eigene Domain richtest du mit Verifizierungsstatus und DNS-Anleitung ein. Du wählst, welche Sprachen Besucher:innen umschalten können und welche Standard ist. Veröffentlicht wird einzeln oder gesammelt, mit Diff-Ansicht und Zählern für ausstehend, geändert und aktuell. Die öffentliche Seite übernimmt den neuen Stand innerhalb von etwa einer Minute.

Auf Timeline und Kalender markiert eine Jetzt-Linie den aktuellen Moment in der Event-Zeitzone. Jede Seite nennt ihre Zeitzone genau einmal, etwa „Alle Zeiten in Istanbul (GMT+3)“.

6. Produce: der Showtag

Der Produce-Modus macht aus dem Event ein Cockpit für Regie, Technik und Moderation.

In der Live-Übersicht wählst du eine Bühne, siehst den laufenden Programmpunkt und die Vorschau des nächsten, schaltest live, stoppst, gehst weiter. Pro Programmpunkt steht die Sprecher:innen-Reihenfolge mit Foto, Rolle, Teilnahmeart und Redezeit bereit, dazu die Agenda-Vorschau.

Schaltest du eine Bühne live, ist die Änderung in unter einer halben Sekunde auf der öffentlichen Website und in den Screen-Grafiken.

Die Director-Ansicht zeigt eine Timeline pro Tag über alle Bühnen. Eine Live-Kopfzeile sagt, was auf welcher Bühne gerade läuft, eine Jetzt-Linie wandert mit.

Für Beamer und Stream gibt es zwei Vollbild-Ausgaben. Die Timeline öffnest du in einem zweiten Fenster oder gibst ihre URL als Browser-Source in OBS, auf Foyer-Screens oder am Beamer aus. Das Bauchbinden-Studio listet alle Programmpunkte im Fenster von ±48 Stunden mit Status, Anzahl Sprecher:innen und Sprachen mit oder ohne Verdolmetschung. Ein Klick, und die Bauchbinde steht als Vollbild-Grafik. Beide Ausgaben folgen Programm-, Personen- und Bühnenänderungen live, ohne Reload.

7. Team, Rollen und Einstellungen

Anmelden geht per E-Mail und Passwort, per Magic-Link oder mit Google. Passwort zurücksetzen, Token-Seiten für Team-Einladungen und Gäste-Links sind dabei.

Teammitglieder lädst du per E-Mail mit Rolle ein. Offene Einladungen siehst du mit Ablaufdatum und ziehst sie bei Bedarf zurück. Welche Rollen du vergeben darfst, folgt der Rollenhierarchie.

Zehn Rollen gibt es. Producer haben vollen Zugriff inklusive Veröffentlichung, eigener Domain, Zusammenführungen und Serien. Darunter Organiser und Editor, dann die Showtag-Rollen Operator, Director und Moderator. Guest Manager sehen nur die Gästeliste. Dazu Speaker und Free User. Ein Programm-Organiser sieht ausschließlich die Programmpunkte, die ihm zugewiesen sind.

Der Einstellungs-Hub pro Event hat Tabs für Stammdaten, Branding und Medien, Team, Gästeregeln, Programmregeln, Veröffentlichung, Einreichungsregeln und Archiv. Die Event-Zeitzone sehen alle. Producer ändern sie und entscheiden dabei, ob alle Zeiten mitwandern oder stehen bleiben. Programmfreie Tage klickst du in einem Kalender-Popover an.

Persönliche Einstellungen erreichst du aus dem Nutzermenü oder per ⌘K: Profil und Avatar, Erscheinungsbild, Passwort, Benachrichtigungen für Erwähnungen und Änderungen an Programm, Organisationen und Personen. Neue Nutzer:innen führt ein Onboarding in drei Schritten durch genau diese Punkte. Organisationen legst du auf Kontoebene in der Lobby an. Ein neues Event startest du per Assistent, mit Import, mit Platzhaltern oder leer.

8. Sprachen und Barrierefreiheit

Die Oberfläche gibt es auf Deutsch, Englisch und Arabisch. Arabisch läuft von rechts nach links, durchgängig.

Pro Event wählst du, welche Sprachen die öffentliche Website anbietet und welche Standard ist. Mindestens eine bleibt immer aktiv. Inhaltssprachen führen wir getrennt davon, also die Sprache, in der Programmpunkte, Personen und Einreichungen geschrieben sind. Die Sprache von Anmelde- und Bestätigungsmails stellst du ebenfalls pro Event ein.

Jede Nutzer:in speichert eigene Präferenzen: Layoutbreite kompakt oder voll, Textgröße, reduzierte Bewegung. Die Event-Website kennt ein helles, dunkles oder automatisches Theme.

Zeiten stehen überall in der Event-Zeitzone mit Stadt und Offset. Weicht deine Browser-Zeitzone ab, steht deine eigene Zeit daneben.

9. Öffentliche API und Integrationen

Die REST-API unter /api/v1 ist tokenbasiert, und das öffentliche OpenAPI-Dokument ist der verbindliche Vertrag.

Lese-Tokens liefern Event, Organisationen, Bühnen, Programmpunkte mit Cursor-Paginierung, Sprecher:innen, Agenda-Punkte und Binärdateien wie Logos und Fotos. Schreib-Tokens legen ein Event an, ändern Name, Termine und Zeitzone und laden Personen als Producer oder Operator ein. Das ist bewusst ein Sprungbrett für Agenturen. Geplant wird in der Plattform.

Tokens entstehen nur in der App. Ein Admin schaltet den API-Zugang frei, danach legst du den Token unter Einstellungen → API an.

Der Event-Posteingang holt die Korrespondenz dorthin, wo das Event liegt. Pro Event verbindest du ein Google-Workspace-Postfach per OAuth und antwortest direkt in iveo. Konversationen, Zuweisung an eine Producer:in, Suche über Betreff, Absender und Inhalt, Filter, automatisch gespeicherte Entwürfe, interne Notizen mit @Erwähnungen, Anhänge, Sammelaktionen. Der iveo Status spiegelt sich als Gmail-Label zurück. Neue Mails erscheinen innerhalb von Sekunden.

Aus demselben Dialog verschickst du Gruppenmailings an Team nach Rolle, Sprecher:innen, Angemeldete oder Einreichende. Vorlagen speichern Betreff, Text und Gruppen.

Und für den Start: Im Event-Assistenten lädst du dein Programm als Excel, CSV oder PDF hoch. Der KI-Assistent baut daraus Bühnen, Programmpunkte und Sprecher:innen.

Was das für dich bedeutet

Wenn du iveo schon genutzt hast, melde dich unter app.my-iveo.de an. Deine Zugangsdaten gelten weiter. Das Onboarding führt dich einmal durch Profil und Einstellungen, dann bist du drin.

Wenn du neu bist: Jetzt starten. Leg ein leeres Event an, importiere ein Programm oder schau dich erst einmal in einem Platzhalter-Event um.

Die Docs sind auf 2.0 umgestellt. Wenn etwas fehlt oder sich anders verhält, als du erwartest, schreib uns. Was als Nächstes kommt, steht auf der Roadmap.

Danke an alle, die diesen Weg mit uns gegangen sind.

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